Jugend- bzw. Nichtraucherschutz sind Themen, die sehr eng beieinander liegen.
Über deren Sinnhaltigkeit braucht nicht diskutiert zu werden.
Sie bilden unser Meinung nach, parallel zur ökonomischen Zielsetzung, die entscheidende Geschäftsgrundlage.
Es ist im höchsten Maße unverantwortlichn einen Dritten gegen seinen Willen zu schädigen.
Dies haben sich übrigens intelligente Menschen schon vor den jetzigen Protagonisten auf ihre Fahnen geschrieben.
Doch geht es bei der jetzigen öffentlichen Meinungsbildung in immer deutlichern Zügen um etwas ganz anderes.
Es ist eine ureigene menschliche Eigenart, störende Menschen in die Verbannung zu schicken.
Aus den Augen aus dem Sinn! Problem erledigt! Nun sollen es die Raucher sein, die man aus dem Wege zu schaffen wünscht. Und zwar per behördlicher Anordnung, die nur ein "Muss" kennt und kein "Kann".
Und die auch dem Nichtraucher keine Wahl zur Toleranz lässt. Wieder ein Gebiet des menschlichen Miteinanders, in das der Staat hineinregiert.
Gibt es bald geschlossene Zimmer für erkältete Leute, die ja ansteckend und damit gesundheitsgefährdend sein könnten, eigene Zugabteile für Passagiere, deren Deo versagt hat (oder die vielleicht keines auftragen wollen), Schallschutzräume für Liebhaber deftiger Blasmusik oder luftdichte Hallen für Sportwagenfahrer, die mehr Gifte in die Atemluft jagen, als hundert Raucher zusammengenommen?
Wahrscheinlich gäbe es in diesen Fällen nicht nur bei den Betroffenen einen Aufschrei der Entrüstung über soviel staatliche Reglementierung.
Raucher aber geben ein hervorragendes Feindbild ab. So als lege es jeder von ihnen darauf an, mindestens einen Nichtraucher umzubringen.
Da ist man dankbar für ein Schutzgesetz.
Wir können Sie als Raucher nur dazu aufrufen, nicht in jene Nulltoleranz der Befürworter des gegenwärtig in Kraft getreten Rauchverbotes zu verfallen.
Jene Menschen, die Politiker schließe ich aus, wissen zu einem großen Teil nicht, welchem Gesellschaftsmodell sie immer weiteren Vorschub leisten.
Diesen Bürgerinnen und Bürgern scheint nicht bewusst zu sein, dass es im Kern schon lange nicht mehr um den sinnvollen und nötigen Schutz von Nichtrauchern geht.
Hier wird auf ein stark von amerikanischen Einflüssen geprägtes Demokratie- und Freiheitsverständnis hingearbeitet, das den regierenden Politikern fast alles erlaubt, was unter der "Achse des Bösen" zu verpacken ist.
Dies funktioniert natürlich nur, wenn man die Medien mit dem versorgt, was gewünscht ist und gleichzeitig auf immer mehr Bürger trifft, die mangels Freiheitsverständnis eine moralische Absolution für Nulltoleranz gegen Andersdenkende und -handelnde erhalten wollen.
Diesen Menschen ist natürlich nicht bewusst, dass auch sie morgen jenem unseligen Nulltolleranzprinzip der Parteipolitiker und Lobbyisten zum Opfer fallen können.
Fahren Sie Auto, heizen Sie ihre Wohnung, gehen sie in Urlaub, essen Sie Eis und Süßigkeiten, trinken mal Wein oder Bier oder essen Fleisch? Ja? Dann haben auch Sie wahrscheinlich als Nichtraucher zukünftig ein Problem!